Vorteile einer veganen Ernährung

Die folgenden Vorteile sind überwiegend anthropozentrisch. 

Vorteile für die eigene Psyche & somit die Gesellschaft

  • Vegane Ernährung basiert für die meisten Veganer an erster Stelle auf Mitgefühl und dem einfachen Gedanken, dass man nicht das mit-verursachen will, was man niemandem wünscht.

    Sie ermöglicht es, im Einklang mit den eigenen Idealen zu leben. Das bedeutet Selbstverwirklichung. Es tut gut, den eigenen Emotionen treu zu sein, erzeugt mehr Tiefe und weniger Beliebigkeit in jeder Beziehung.

    Es verwischt das Gefühl der Machtlosigkeit. Die Welt mag „hart und ungerecht“ bleiben, das eigene Leben aber kann nach Belieben umgestaltet werden. Es ist keine große Sache – macht aber Spaß. Ein neues Lebensgefühl entsteht.
     

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  • Da die Ernährung einen sehr großen Umfang in unserem Leben einnimmt, ist eine Ernährungsumstellung sehr oft mit einer Öffnung gegenüber anderen, ganz neuen Themen verbunden. Es ist gut möglich, dass viele Menschen den Wechsel ins Vegane scheuen, da sie unterbewusst wissen, dass es nicht bei einem Wandel bleiben wird.
     
  • Viele Menschen setzen sich parallel zum veganen Lebensstil verstärkt für andere (egal welcher Spezies) ein.
    Das gibt dem eigenen Leben Sinn und hilft auch anderen, und sei es nur, anderen Menschen zu vermitteln, dass man etwas ändern kann, wenn man will.
     
  • Wer vegan mit dem Bewusstsein ist, dass nicht jedes Bewusstsein im selben Maße oder zum selben Zeitpunkt erweiterungsfähig sein will wie das eigene, der lebt besonders glücklich.

    Leider kennt jeder Veganer eine Art von 
    Vegan-Burn-out Syndrom. Man fragt sich ständig: 
    „Was ist nur mit denen los? Warum schnallen die es nicht? Warum hängen die so an ihren Gewohnheiten, obwohl sie so viel Negatives verursachen?“ und fühlt sich immer entfremdeter.

    Es ist wichtig, Allesesser nicht zu verurteilen, sondern ihnen eine Tür offen zu lassen. Umgeben Sie sich mit Menschen, die sie nicht immer wieder in Diskussionen verwickeln, herausfordern und ganz einfach taktlos sind, indem sie zum Beispiel Witze machen, die die angebliche Wertlosigkeit von Tieren zum Thema haben. 

    Da auch Veganer Menschen sind, ist es ganz natürlich, wenn Sie auch nicht mit jedem Veganer 100%ig harmonieren. Wahre Freunde sind unbezahlbar, egal bei welcher Ernährungsform. Umgeben Sie sich mit denen, die Sie glücklich machen.

    Wer glücklich ist (und leckere Kuchen backt), säht die meisten Sonnenblumen.

Vorteile für die eigene psychische Gesundheit

  • Hülsenfrüchte, Vollkorn, Gemüse, Obst … Sich gesund ernährende Veganer konsumieren bis zu 3 mal mehr Ballaststoffe als Allesesser. Ballaststoffe halten den Darm in Schwung, transportieren Cholesterin und andere körpereigene Toxine ab und schützen so vor degenerativen Erkrankungen. Studien hierzu finden Sie hier.
  • (Vor allem rohe) Pflanzen stecken voller natürlicher Antioxidantien, welche vor Arthritis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen degenerativen Erkrankungen schützen. 
  • Isoflavone kommen vor allem in Sojabohnen vor und schützen vor Prostatakrebs, Brustkrebs und können die Knochengesundheit verbessern, wie einige Studien nachweisen konnten. 

    Isoflavone werden auch „Phytoöstrogene“ genannt, da ihre chemische Struktur der von Östrogen – aber auch den Androgenen – ähnlich ist. Mit diesem Namen, zusammen mit der Volksweisheit, dass Soja Frauen in den Wechseljahren hilft, wird Menschen (insbesondere Männern) vor allem vor „Verweiblichung“ Angst gemacht. 

    „Phytoöstrogen“ ist eigentlich eine unvollständige, wenn nicht sogar irreführende Bezeichnung der Isoflavone.

    1. Gibt es unterschiedliche Isoflavone, deren Wirkung in einen Topf geworfen wird
    2. ähneln Isoflavone auch Androgenen (warum also die Angst vor Verweiblichung?)
    3. scheinen Isoflavone erst in sehr hohen Dosen eine geschlechtshormonelle Wirkung zu haben (da sie Östrogen und Androgenen ähnlich, aber nicht identisch sind) 
    4. ist nicht eindeutig klar, ob Frauen in den Wechseljahren dank Isoflavonen oder dank der ganzen Sojapflanze beschwerdefreier leben.

    Selbst kritische Stimmen merken an, dass die Wirkung isolierter Isoflavone nicht garantiert positiv ausfallen muss. Vollwertige Soja-Produkte wie Tofu und Sojamehl fallen aber nicht in diese bedenkliche Kategorie, da es sich nicht um isolierte Isoflavone handelt. Siehe hier.

    Sojabohnen aufgrund von „Phytoöstrogenen“ zu kritisieren und vegane Ernährung auf Sojabohnen zu reduzieren ist also viel zu vereinfacht gedacht.

    Werden Sie kreativ mit Lupinen, der heimischen Sojabohne – ohne „Phytoöstrogene“ und Purine, dafür ebenfalls sehr eiweißreich und alle essentiellen Aminosäuren beinhaltend. (Lupineneiscrème ist der Hit.)
     

  • Weniger Cholesterin und gesättigte Fettsäuren bedeuten eine geringere Gefahr an Diabetes und Krebs zu erkranken. Mehr dazu hier und hier.

Vorteile für die Welt

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  • Für die Erzeugung von einem Pfund Rindfleisch werden 16 Pfund Getreide verbraucht. 

    Über den Umweg Fleisch nehmen wir nur 10% der Energie auf, die uns durch Pflanzen (Getreide, Soja) zur Verfügung stehen würde.

    „540 Gramm Sojaschrot stecken umgerechnet in jedem Kilo Schweinefleisch.“ (…)
    „Der Sojaschroteinsatz in der ­deutschen Bullenmast beträgt 920 Gramm pro Kilogramm ­verwertbarem Rindfleisch.“ (…)
    „Für jedes Kilogramm Hühnerfleisch werden 470 Gramm Sojaschrot als Futtermittel eingesetzt.“(…)

    „Gesamtfläche für deutschen Bedarf: 2,9 Mio. Hektar. Damit entfallen rein rechnerisch auf jeden Bundesbürger 350 m2 Soja-Anbaufläche pro Jahr.“

    Quelle: Regenwaldreport

    Pflanzenfleisch zu essen bedeutet mit Rohstoffen (Wasser, Land und Pflanzen) vernünftig umzugehen und Rücksicht auf die Erde zu nehmen, die wir alle miteinander teilen, ob wir wollen oder nicht.
     

  • Wer sich pflanzlich ernährt, hat keine Antibiotikaskandale zu verantworten. 
    Der Großteil (laut einigen Quellen 99%) aller tierischen Produkte kommt aus der Massentierhaltung.

    Die Massentierhaltung setzt Antibiotika fleißig ein. 
    Die Tiere stehen dicht an dicht gedrängt und benötigen Antibiotika, um nicht lange vor der Schlachtung an Krankheiten zu sterben. Der Einsatz von Antibiotika wird hierbei als „Tierschutz“ beschönigt.

    Es konnte nachgewiesen werden, dass unsere Böden unter Antibiotika-Einsatz leiden, da sich durch die Ausfuhr von Gülle antibiotikaresistente Bakterien bilden.

    Bio-vegane Landwirtschaft ist aber nicht auf Gülle angewiesen. Es gibt zu viel Gülle für zu wenige Anbauflächen und somit eine Überdüngung der Böden, worunter das gesamte Ökosystem extremen Schaden nimmt.
     

  • Dies ist nur ein kleiner Teil ökologischer Katastrophen, die durch vegane Ernährung nicht länger mit-verantwortet werden. 

Weiterlesen:

„Kein Fleisch macht glücklich“ – vom Biologen und Klimaexperten Andreas Grabolle.

Andreas Grabolle war nicht immer vegan. 
Das Buch beginnt mit einem Steak und Sarah Wiener. 

„Vegan oder nicht vegan?“ – Lesen Sie seine ausführliche Recherche zu dieser Frage.

Obwohl alles Vor- und Nachteile hat, sind die Vorteile für die Tiere selbst wohl die offensichtlichsten. Vorteile für die Tiere

Wann hören wir auf, Tiere zu züchten und uns dabei vorzumachen, dass wir Arterhaltung bzw. die Erhaltung von Nutztierrassen betreiben, Käse ein unersetzliches Kulturgut ist und nur der Mensch eine Psyche, nur das menschliche Leben irgendein kleines Recht auf Selbstbestimmung hat?

Wir alle bestimmen mit.