Nicht Satan und nicht Saitan, sondern Seitan.
✿ Das ist eine sehr alte Erfindung vegetarisch-vegan lebender buddhistischer Mönche aus China und wird auch „Mianjin“ genannt.
✿ Je nach Zubereitung kann man unterschiedliche, dem Fleisch von Lebewesen sehr ähnliche Konsistenzen erreichen.
✿ Eine sehr breite Palette an Geschmacksvariationen erlangt man durch unterschiedliche Gewürze und andere Zutaten wie Hefeflocken, Pilze, Soja, Nüsse etc… Je nach Belieben und Experimentierfreudigkeit!
„Ist das denn gesund ?“
Da Weizengluten die Grundzutat ist, ist „Mianjin“ für Menschen mit Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) leider nicht geeignet. Allerdings betrifft diese Unverträglichkeit sehr viel weniger Menschen als man meinen könnte.
Die anderen freuen sich.
Gluten bietet viele essentielle Aminosäuren! Es kommt in Getreidesamen vor und macht beim Backen den Teig zu einer homogenen, klebrigen Masse.
(Ja, auch Vollkornbrot liefert Eiweiß.)
Was Soja nicht schafft, schafft Seitan – und ein fähiger, vegan-bewanderter Koch, natürlich.
Ich habe schon Seitan gegessen, der nach „Wild“ geschmeckt hat – genauer gesagt Rehrücken, und ich bin nicht stolz darauf, zu wissen, wie Rehrücken schmeckt.
Die Tatsache aber, dass ein guter Koch fast alles nachzaubern kann, ist irgendwie beruhigend.
Die Herstellung in Eigenregie ist aber gar nicht so schwer. Eigentlich ist sie so einfach, dass sich jeder langjährige Veganer immer ein bisschen ärgert, es nicht früher ausprobiert zu haben.