Vegan essen – Wie fängt man an?

Konsequent vegan essen trotz tierischer Bestandteile in vielen Produkten – wie geht das?

  • Machen Sie sich schlau. Erkundigen Sie sich zum Beispiel hier nach Farbstoffen. Als Veganer/-In müssen Sie nicht Ihr Leben lang Zutatenlisten lesen. Vor allem nicht, wenn Sie viel selber kochen und backen. Wenn Sie darauf achten, dass Sie ein Produkt, dessen Zutatenliste Sie nicht aussprechen können oder dessen E-Nummer Sie nicht auswendig kennen, nicht kaufen, ist Ihrer Gesundheit automatisch geholfen.

Aber – sobald Sie einen Supermarkt betreten, fühlen Sie sich in Versuchung geführt. Sie überlegen: Soll ich mir nicht doch mal wieder tierischen Käse, Vollmilchschokolade etc. „gönnen“? – Das müssen Sie entscheiden. Keiner kann Ihnen Schuldgefühle einreden, es sei denn, Sie akzeptieren diese Schuldgefühle.

Hier finden Sie lediglich Tipps, wenn Sie für sich bereits dafür entschieden haben, dass Sie vegan leben möchten – aus welchen Gründen auch immer.

Los geht’s.

1. Einfach vegan essen

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  • Gönnen Sie sich nur ab und zu besondere, vegane Convenience-Produkte und kochen Sie viel selber aus naturbelassenen Produkten. Kochen Sie einfache Rezepte nach, die mit einfachen, überall erhältlichen Nahrungsmitteln auskommen. 

    Vegan muss nicht exotisch sein.

Sie haben keine Hefeflocken? – Lassen Sie die Hefeflocken einfach weg. Genauso wie den Käse. Die Pizza schmeckt auch so wunderbar. Dank Kichererbsen und Nüssen.

  • Brauchen Sie einen veganen Essensplan? – PETA liefert Ihnen einen ganz tollen für über 2 Wochen.

2. Der vegane Versandhandel hilft immer

Wichtig: Vegane Versandhäuser sind nicht überlebenswichtig, bieten aber einiges an Abwechslung. Mein gesündester Tipp ist der Verzehr naturbelassener, veganer Nahrungsmittel wie Gemüse und Obst.

Bei veganen Versandhäusern – und sogar bei Amazon – können Sie sich austoben und sich mit der nötigen Grundausstattung für eine abwechslungsreiche, vegane Ernährung sowie mit ein paar Extras eindecken.

Das Problem ist ja meistens, dass man nicht da hat, was man gerade braucht. Also kaufen Sie sich doch einfach die Sachen, die Sie besonders gerne und häufig essen, auf Vorrat.

Wer gerne Lasagne isst, deckt sich mit Sojagranulat (und Walnüssen, Hefeflocken etc.) ein.

Das praktische ist ja gerade an Sojafleisch-Produkten (Texturiertem Soja-Protein), dass sie günstig und lange haltbar sind.

  • Ei-Ersatz wie No Egg ist sehr ergiebig und daher günstig. 
  • Gluten und Sojamehl oder Sojagranulat zur sehr günstigen Eigenherstellung von Fleischersatz, veganer Bolognesesauce etc., sowie Sojageschnetzeltes, Sojamedaillons und andere Soja- oder Glutenprodukte – Achtung bei Allergien. 
  • Hefeflocken zur Herstellung veganer Käse-Variationen
  • Diverse Extras wie Süßigkeiten, veganer Käse, Brotaufstriche nach und nach durchprobieren…Etc. ! Hier gibt es viel zu entdecken.

3. Der Supermarkt Ihrer Wahl

Sogar im Supermarkt um die Ecke gibt es reihenweise vegane Optionen. Eine vegane Ernährung ist keine Zauberei.

Die meisten der hier aufgelisteten veganen Grundnahrungsmittel gehören zu den günstigsten im ganzen Supermarkt.

Vegan essen muss nicht teuer sein.

  • Frisches Obst & Gemüse oder Tiefkühlware
    – und das darf man ruhig zu schätzen wissen, denn hier hat man in unseren Breitengraden eine riesige Auswahl. 
     
  • Insbesondere eine Wiederentdeckung lokaler Gemüsesorten wie der Kartoffel, der Karotte und vieler Sorten Kohl lohnt sich. Tipp: Kohl als Rohkostsalat macht, als Vorspeise gegessen, im gesunden Darm keine Blähungen, Kohlsuppe dagegen schon… 
     
  • Hülsenfrüchte. Vorzugsweise trockene im Plastikbeutel zum Keimen und Kochen je nach Bedarf. Bohnen in Dosen sind aber auch ok, vor allem wenn man das Kochwasser mitverwendet. Hülsenfrüchte werden leichter verdaulich, wenn man sie entweder gründlich keimen lässt und die Keimlinge verzehrt – oder Essig ins Kochwasser gibt oder sie einfach lange genug kocht. Linsen sollte man mindestens 45 Minuten lang kochen, Bohnen mindestens 1,5 Stunden lang. Niemals sollten Sie Bohnen roh essen, dass kann üble Vergiftungserscheinungen nach sich ziehen. 

    Tipp: Veganes Chili „con Soya“ mit Sojagranulat und Kidneybohnen als Grundlage. Sojagranulat gibt es wie gesagt sehr günstig und ergiebig im veganen Versandhandel im Vorratspack.
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  • Kräuter und Gewürze – wobei derjenige, der nicht gern auf Verpackungen nachliest, was drin ist, besser auf Gewürzmischungen verzichtet und die naturbelassene Option ohne Geschmacksverstärker etc. kauft. Das ist ohnehin viel gesünder.
     
  • (Vollkorn-)Cerealien wie Haferflocken, Reis, und ruhig mal ausgefallenere, gesunde Getreidesorten wie Grünkern, Teff, Amaranth, Hirse, Roggen etc.Hartweizennudeln und andere eifreie Hartweizenteigwaren für vegane Spaghetti Bolognese, vegane Lasagne etc. 
     
  • (Vollkorn-)Brot und Brötchen ohne Speisefettsäuren und Glycerin unbekannten Ursprungs.Immer häufiger gibt es sogar als vegangekennzeichnetes Brot mit hinten aufgedruckter grüner Sonnenblume der Vegan Society in Discountern wie Netto und Aldi… Aber auch bei EDEKA gibt es jede Menge Brote, die für Veganer und Vegetarier geeignet sind. Hier muss man allerdings nachlesen.  

    Bäckereifachverkäuferinnen können manchmal weiterhelfen, da es nicht nur täglich mehr Menschen, die vegan essen wollen, gibt, sondern auch Laktoseunverträglichkeit immer häufiger vorkommt bzw. erkannt wird. 
     

  • Tofu, Räuchertofu, Sojamilch, Soja-Reismilch und andere pflanzliche Milch (hier Selbermach-Rezepte) – offensichtlich vegan.