Glutenfrei & Vegan

„Sich glutenfrei und vegan ernähren – ist das überhaupt möglich ? Ich sehe in so vielen Fleischersatzprodukten Gluten. Ich möchte auch einmal veganen Fleischersatz essen, aber vertrage das nicht.“

Da viele Menschen an Zöliakie bzw. Glutenunverträglichkeit leiden, sind Gluten (Weizeneiweiß) und Seitan, der aus Weizengluten hergestellt wird, in Verruf geraten.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist Zöliakie genetisch vorbestimmt, bleibt ein Leben lang bestehen und lässt sich nur durch eine glutenfreie Ernährung behandeln. Es scheint allerdings auch eine erworbene Zöliakie durch zu viel Weißmehlkonsum zu geben, die in Verbindung mit Diabetes Mellitus steht.

Nicht behandelte Zöliakie erhöht das Darmkrebsrisiko. Vegane Produkte, die gleichzeitig kein Gluten enthalten, werden daher immer beliebter.

Gluten ist kein Muss

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Man muss eine vegane Ernährung nicht mit den kontroversen Nahrungsmitteln Soja und Gluten gestalten.

Diese Nahrungsmittel sind kontrovers, da nicht alle Menschen sie gleichermaßen gut vertragen. Manche Tiere und Menschen haben eine absolute Unverträglichkeit entwickelt und können Soja oder Gluten (vorhanden in Weizen, Hartweizen, Roggen, Dinkel, Einkorn, Emmer) nicht ohne große Beschwerden zu sich nehmen.

Das heißt aber nicht, dass diese Nahrungsmittel generell zu verteufeln wären.

Viele Menschen vertragen beides, andere nicht.

Sie können sowohl Soja als auch Weizengluten bzw. Seitan völlig weglassen und Ihren Proteinbedarf durch andere glutenfreie Getreidesorten, andere Hülsenfrüchte, Gemüse und Nüsse decken.

Glutencheck

Das bedeutet nicht einmal den Verzicht auf Fleischersatzprodukte, da diese sich auch beispielsweise auf Lupinenbasis herstellen lassen. Und sofern Sie keine gleichzeitige Unverträglichkeit gegen Soja haben, bietet sich natürlich auch noch Soja an.

Es gibt immer Ausweichmöglichkeiten

Sehr wenige Menschen haben sowohl gegen Hülsenfrüchte im Allgemeinen (oder nur gegen Soja) als auch gegen Weizengluten eine Unverträglichkeit.

Was bleibt diesen Menschen übrig ?

Wie gesagt ist kein Mensch auf Soja oder Gluten als einzige Eiweißquelle angewiesen.

Es gibt viele andere eiweißreiche Hülsenfrüchte, die allgemein verträglicher sind als Soja (zum Beispiel Lupinen, Erbsen, Kichererbsen und diverse Bohnen), und es gibt Getreide, mit dem an Zöliakie erkrankte Menschen in der Regel keine Probleme haben.

In der Regel unproblematische Getreidesorten

Getreidesorten ohne Gluten:

– Amaranth, Buchweizen, Hirse, Reis, Teff, Quinoa

Glutenarme Getreidesorten:

– Hafer (es gibt auch glutenfreien Hafer)

Eine Grauzone stellt Mais dar. Mais enthält zwar kein Weizengluten, aber Maiskleber, der vor allem von den meisten Hunden weniger gut vertragen wird.

Gerste – Unterschiedliche Aussagen (glutenarm/nicht glutenarm).

Rohkost-Tipps

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Getreide ohne Gluten liefert ebenfalls hochwertiges Eiweiß und ist in der Regel allgemein ohnehin gesundheitsfördernder als Weizen. Amaranth zum Beispiel überbietet fast jedes andere Getreide mit seiner Nährstoffdichte.

Sie können Brote aus glutenfreien Getreidemehlen backen oder, falls Sie Rohkost bevorzugen, Getreidesamen keimen lassen und die Keimlinge verspeisen.

Dazu nimmt man eine beliebige Menge Getreide und lässt es 12-24 Stunden lang einweichen. Danach spülen und in einem Sieb oder Keimglas mit Siebdeckel abtropfen lassen, 2-3 mal am Tag durchspülen und jedes Mal im Sieb bzw. Keimglas gut abtropfen lassen.

Bereits nach 1-3 Tagen (je nach Getreideart und vor allem bei warmem Wetter) keimen die Getreidekörner. Lecker, nussig und erfrischend.

Getrockneter Buchweizen lässt sich außerdem einfach über Nacht in ausreichend Wasser einweichen und roh verzehren.