Ich finde die veganen Cookies von dm ziemlich gut und könnte von denen jeden Tag 2-4 essen, und dazu noch 4-6 vegane Brownies von dm. Und dann noch ein paar vegane Salted Caramel Riegel. Das geht ins Geld und irgendwann tut auch der Bauch weh. (Aber das ist es mir wert. Hah.)
Meine Cookies in diesem Rezept hier sind ganz anders, weniger süß, viel größer und eigentlich nur entstanden, weil ich keine Lust mehr auf mein Proteinpulver hatte (wie so oft). Zum Trinken finde ich es zu süß – für vegane Eiscrème und als Cookie-Co-Mehl ist es aber ausgezeichnet. Und es muss weg. Und ich will genug Protein konsumieren. Und außerdem kann ich die von dm nicht nachmachen und will sie auch gar nicht nachmachen.
Mit diesen Cookies hier kann man auch „zu süße“ Proteinpulver sehr gut verwerten. Wahrscheinlich wurden diese Pulver für meine Cookies hergestellt.

Das größe Mysterium überhaupt vorab gelöst: Wie macht man optisch einigermaßen ansprechende Cookies, die auch einigermaßen gleichmäßig durchgebacken sind?
Mit einer Burgerpresse (Amazon-Partnerlink). Es ist dabei nicht wichtig, ob eine deutsche Flagge auf der Burgerpresse zu sehen ist. Und ja, du kannst den Kram auch woanders kaufen.
Die kannst du natürlich auch für vegane Bratlinge superst verwenden. Eine Investition für die Zukunft.
Und jetzt kommt das absolut (nicht) komplexe Rezept, das jeden Karnisten überfordern wird.
Zutaten:
- 1/3 Proteinpulver (zum Beispiel Vanille. Ich habe dieses hier (Amazon-Partnerlink) verwendet. Das hat 81 Gramm Protein auf 100 Gramm)
- 1/3 Lupinenmehl (Amazon-Partnerlink)
- 1/3 Goldleinmehl (Amazon-Partnerlink)
(sagen wir von beiden Mehlen+Pulver jeweils circa 100 Gramm, zum Beispiel – ich messe nicht, ist mir zu doof) - 2 stark gehäufte Esslöffel Erbsenprotein (aber die kannst du wahrscheinlich weglassen, ich wollte nur NOCH mehr Protein) — Mische erst alle Pulver/Mehler miteinander. Vielleicht auch noch etwas Backpulver dazu, aber das muss nicht sein. Braucht nicht viel. Probier es mal mit und mal ohne einem Päckchen, wie du magst.
- Wasser – circa dieselbe Menge Wasser, Mehle und Wasser sollten etwa 50:50 sein, der Teig darf nicht mehr krümelig sein und auch nicht zu schleimig, dann ist er gut. Menge das Wasser also nach und nach unter und guck, wann es reicht. Wenn es reicht, also nicht mehr krümelig ist und noch nicht schleimig, dann gießt du nicht noch mehr Wasser nach.
- Cranberries (nicht eingeweicht, sondern trocken) oder Chocolate Chips oder sogar beides oder was ganz anderes – ganz am Schluss untermischen
Forme Cookies mit der Burgerpresse. Das ist messy, aber wird dich schlussendlich glücklich machen. Immerhin pampst du nicht mit Leichenmatsch rum, wie 99% aller globalen Burgerpressenmatschpamper.
Wenn du 7 Burger, äh, Cookies aus dem Teig machst, dann hat ein Cookie am Ende (mit obigem Rezept) mindestens 21 Gramm Protein, wahrscheinlich mehr.
(Habe das Erbsenprotein nicht mitberechnet. Mein Lupinenmehl hat 39 Gramm Protein auf 100 Gramm und mein Goldleinmehl hat 32 Gramm auf 100 Gramm.
32+39+81 = 152.
152/7 =21,7 pro Cookie – MINDESTENS. — Frag deinen Mathelehrer. Oder deinen bekloppten, karnistischen Ex. Der ist gut mit Zahlen.)
Heize den Ofen auf 200 Grad vor, guck 2 Stunden lang Videos von The Dodo um nicht nur deinen Leib durch Cookies, sondern auch deine Seele in dieser gleichgültigen, reduktionistischen, herzlosen „Zivilisation“ von Leichenmatsch-Suchtis zu retten und vergiss dabei deine Cookies. Dann ist der Ofen heiß genug.
Schieb die Cookies endlich in den Ofen. Die Nachbarin singt um 2 Uhr nachts, daher kannst du auch um 3 Uhr nachts noch Cookies essen. Das ist okay. Sei body-positive. Mantra: „Es ist ja fast nur Protein.“ Und das brauchst du.
Wenn es anfängt nach Cookies zu riechen, drehst du den Ofen auf 180 Grad runter. Du backst sie dann noch eine Weile, bis sie goldbraun, aber noch weich sind. Du testest zwischendurch die Konsistenz. Dabei verbrennst du dich NICHT…
Dann schaltest du den Ofen aus und lässt sie da noch weiterrumschmoren, als wären sie auf einer Dating-App.
Man sollte die Cookies gut kauen und am besten eine warme (nicht heiße, sondern SOFORT trinkbare) Schokolade oder Wasser parat haben, weil es die Art von Cookie ist, die „mehr im Mund wird“ – das Protein dehnt sich nochmal aus und es kann viel Masse werden. Also kleine Bisse nehmen, damit man sich nicht verschluckt. Und vorher gut kauen.
Vor allem mit Chocolate Chips oder Cranberries sind sie sehr lecker. Trotzdem sollte man das Inhalieren vermeiden. Sonst guckt die Katze komisch und wer gibt ihr dann Futter?! … Sorge vor.
Natürlich kannst du auch Kakaopulver beimischen und hast dann riesige Double Chocolate Cookies. Das erhöht aber unter Umständen das Inhalationsrisiko. Als ruf schon mal den Katzensitter.
Eigentlich empfehle ich alles außer Proteinpulver mit Erdnussbuttergeschmack – das schmeckt mir persönlich einfach nicht. Es schmeckt überhaupt nicht als Drink und dabei bin ich absolut nicht wählerisch. In Cookies und Backwaren ist es vielleicht erträglich, aber selbst da kann ich es nicht empfehlen. Ich hab euch gewarnt.
Viel besser schmeckt es mit echter Erdnussbutter und einem veganen Protein mit Vanillegeschmack.
Kann man auch Vanilleprotein nehmen, das nur auf Erbsen und Reis basiert? – Ja.
Du kannst die Cookies auch super zur Arbeit mitnehmen. 1-2 Cookies und du bist lange satt und kannst dich noch gut konzentrieren.
Verbesser doch einfach mein Rezept und mecker nicht rum. Danke.