Kollagen ganz einfach vegan

Wie du Kollagen ohne tierische Quellen selbst aufbauen kannst:

Kollagen wird gern als „unverzichtbar“ oder sogar essentiell bezeichnet, um Leuten Kollagen-Produkte zu verkaufen. Diese sind eigentlich immer tierischen Ursprungs, meist aus Rindern („bovin/bovine“) oder Fischen hergestellt.

Wie geht Kollagen vegan? – Indem man gezielt die Bau-Nährstoffe zuführt und so die körpereigene Kollagen-Produktion unterstützt.

Natürlich ist es wichtig, Kollagen im Körper zu haben. Wir können Kollagen aber auch selber herstellen, wenn wir ausreichend Nährstoffe als Bausteine zur Verfügung haben. Daher dieser Blog-Post!

Kollagen ist ein Strukturprotein, das aus mehreren Proteinen besteht.

Kollagen ist keine „essentielle Aminosäure“, sondern ein Komplex, den wir selbst herstellen.

Für gesunde Haut, Haaren, Nägel und Gelenke ist Kollagen sehr hilfreich. Es ist in unseren Körpern einfach mehr oder weniger vorhanden – nicht nur in nicht-menschlichen Tieren.

Viele Menschen greifen zu tierischen Kollagenquellen, aber es ist auch möglich, die eigene Kollagenproduktion auf pflanzliche Weise zu fördern.

In diesem Beitrag zeigen wir, welche Aminosäuren und Nährstoffe du benötigst, um die Kollagenproduktion in deinem Körper zu unterstützen, ohne tierische Produkte konsumieren zu müssen.

Wichtige Aminosäuren für die Kollagenbildung

  1. Glycin: Glycin ist die am häufigsten vorkommende Aminosäure in Kollagen. Wir finden Glycin in pflanzlichen Quellen wie Soja, Linsen, Erbsen, Getreide, Spinat, Grünkohl und Bohnen. Hier findest du eine ausführliche Glycin-Liste.
  2. Prolin: Diese Aminosäure spielt eine entscheidende Rolle bei der Kollagenproduktion. Prolin ist in Lebensmitteln wie Kohl, Spargel und Pilzen enthalten.
  3. Hydroxyprolin: Hydroxyprolin kommt hauptsächlich in tierischem Kollagen vor. Aber der menschliche Körper kann Prolin in Hydroxyprolin umwandeln. Daher brauchst du nicht zwangsläufig tierisches Hydroxyprolin. Stelle einfach sicher, dass du genug pflanzliches Prolin bekommst.
  4. Lysin: Diese essentielle Aminosäure ist wichtig für die Kollagenbildung und kommt in Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen und Quinoa vor.

Wichtige Nährstoffe zur Unterstützung der Kollagenproduktion

  1. Vitamin C: Vitamin C ist entscheidend für die Kollagensynthese. Es ist reichlich in Zitrusfrüchten, Erdbeeren, Paprika und Brokkoli enthalten.
  2. Zink: Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Kollagenproduktion und ist in Nüssen, Samen, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten zu finden.
  3. Kupfer: Dieses Mineral unterstützt die Kollagenbildung und ist in Nüssen, Samen und Vollkornprodukten enthalten.
  4. Silicium: Silicium, das in Lebensmitteln wie Gurken, Paprika und Vollkornprodukten vorkommt, trägt zur Stabilität des Kollagens bei.

Weitere Überlegungen

  • Antioxidantien: Lebensmittel, die reich an Antioxidantien sind (wie Beeren, grüner Tee und dunkle Schokolade), können helfen, Kollagen vor Schäden zu schützen.
  • Wasser: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, um die Elastizität deiner Haut und die allgemeine Gesundheit zu erhalten.

Integriere eine Vielzahl dieser pflanzlichen Lebensmittel in deine Ernährung und du kannst die natürliche Kollagenproduktion deines Körpers unterstützen, ohne auf tierische Kollagenprodukte angewiesen zu sein.

Auch vegane Supplemente, die die Kollagenproduktion unterstützen, sind optional. – Diese sind natürlich praktisch, wenn man sich mal phasenweise nicht so ausgeglichen ernährt… Ich selbst nehme manchmal Cosphera Vegan Collagen, aber nur ab und zu, weil mir zu viele Supplemente auf die Nerven gehen.

Der Rede kurzer Sinn: du kannst dich einfach gesund vegan ernähren und deine Kollagenproduktion wird es dir danken. Du kannst auch gesunde, strahlende Haut und kräftige Gelenke ohne Kollagen-Produkte erreichen.

Ausreichend gesunde Bewegung für die Gelenke und einen Sonnenschutz für die Haut nicht vergessen.